Unsere anderen Mitteilungsblätter finden Sie hier:

Mageta Verlag
Mitteilungsblatt Höchberg

HÖCHBERG

Altbürgermeister Werner Hillecke wurde 85 Jahre

Höchbergs Ehrenbürger feierte Geburtstag und viele Weggefährten und Vereinsvertreter wollten ihm zum Geburtstag gratulieren. Neben Bürgermeister Peter Stichler waren auch Landrat Eberhard Nuß und der ehemalige Staatssekretär Walter Kolbow gekommen. Sie alle hatten Hillecke lange Jahre begleitet und kamen gerne in sein Haus am Hexenbruch, das wie üblich für alle offen stand. Hillecke war 1956 nach Würzburg gekommen und hatte dort eine Anstellung beim Herrenausstatter Severin gefunden. Durch seine Frau Erika verschlug es ihn nach Höchberg, ein echter Glücksfall für die Gemeinde. Bereits 1966 wurde der überzeugte SPDler auf Anhieb mit den zweitmeisten Stimmen in den Gemeinderat gewählt und dort gleich zum 2. Bürgermeister bestimmt. Von 1970 bis 1994 wurde Hillecke durchgehend zum Bürgermeister gewählt. Doch auch im Kreistag (1966-2002) und im Bezirkstag (1990-2003) engagierte sich der gelernte Schneider aus Menden im Sauerland und war dabei immer ein fairer Verhandlungspartner im Kontakt mit seinen politischen Gegnern.
Wegen seiner vielen Verdienste bekam Hillecke hochkarätige Auszeichnungen. Neben der Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde Höchberg gab es auch Auszeichnungen für einen Mann, der immer wusste, was seinen Mitbürgern auf der Seele brennt: Bereits 1979 erhielt er die Landkreisplakette in Silber, 2002 die Landkreisplakette in Gold und 2003 die Unterfränkische Bezirksmedaille. 2005 schließlich überreichte ihm Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Seine größten und noch heute wirkenden Erfolge war die Verhinderung der Eingemeindung von Höchberg in die Stadt Würzburg und der Bau des Mainlandzentrums mit Schwimmbad und Mehrzweckhalle. Außerdem entwickelte sich Höchberg in seiner Amtszeit zum übergeordneten Schulzentrum mit Realschule, Mittelschule und Förderschule. Und der Beginn der Partnerschaften mit europäischen Kommunen in Frankreich und Italien fällt ebenfalls in seine Bürgermeisterzeit. Als überzeugter Europäer sieht er es immer als notwendig an, dass sich die Menschen miteinander treffen und sprechen sollten.
Zusammen mit den vielen Gästen feierten seine Frau Erika, seine Tochter Kerstin und seine Enkel Luca und Nico mit ihm, sowie ein paar Tage später seine ganze Verwandtschaft aus dem Sauerland, die erstmals seit 30 Jahren geschlossen nach Höchberg kamen. Darüber freute sich Werner Hillecke besonders, denn die Familie ist ihm nach wie vor wichtig.

Mit einem Bild aus der französischen Partnergemeinde Luz St. Sauveur in der Hand überraschte Bürgermeister Peter Stichler (2.v.r.) seinen Amtsvorgänger Werner Hillecke (3.v.r.) anlässlich dessen 85. Geburtstags. Mit auf dem Foto sind der ehemalige Staatssekretär Walter Kolbow (links) und Landrat Eberhard Nuß.