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Mitteilungsblatt Höchberg

NEUJAHRSEMPFANG 2017

Positiv in die Zukunft

Traditionen, wie das Überreichen der Neujahrsbrezeln durch den Heimat- und Trachtenverein gehören zum Neujahrsempfang ebenso dazu, wie die Segens- und Glückwünsche der Kirchen. Doch auch Neuerungen gab es: erstmals waren in diesem Jahr im Bereich vor der Bühne Stuhlreihen aufgestellt, damit die älteren Mitbürger eine Sitzgelegenheit haben, welche auch gerne angenommen wurde.
In der Neujahrsansprache von Bürgermeister Peter Stichler ging es unter anderem um die Flüchtlingssituation in der Welt und im Besonderen in Deutschland. Stichler warb für eine differenzierte Herangehensweise an das Thema. "Wer in der Flüchtlingsfrage ernst genommen werden will, muss zunächst einmal bereit sein, zuzugestehen, dass auf zwei unterschiedlichen Ebenen diskutiert werden muss." Er ging auf die Zuständigkeit der Kommunen ein, die im Vorfeld klar definiert werden muss. "Asylsuchende sind nicht unisono Wirtschaftsflüchtlinge oder potenzielle Terroristen". Man dürfe aber auch nicht die "rosarote Brille aufsetzen" und alles verklärt sehen.
"Unsere Gesellschaft ist im Wandel", fuhr Stichler fort und kam damit auf die Leistungen in Höchberg, die 2016 angegangen wurden und für 2017 geplant sind. Dabei spiele das Bauprojekt des Freistaates Bayern für anerkannte Flüchtlinge und bedürftige Höchberger Bürger eine zentrale Rolle. Er dankte dem Gemeinderat für das geschlossene Auftreten in der Diskussion über "humanitäre Aufgaben". Stichler plädierte für positives Denken, um die bevorstehenden Aufgaben meistern zu können. Rückblickend waren für das Ortsoberhaupt die Fertigstellung der Ortskernsanierung ("eine der größten Baumaßnahmen unserer Gemeinde") und die Einweihung einer weiteren Kinderkrippe im Wiesengrund die bedeutendsten Baumaßnahmen. "Höchberg ist und bleibt eine familienfreundliche Gemeinde."
Froh sei er auch über das Ende des Radwegebaus als Lückenschluss entlang der Heidelberger Straße sowie über den Baubeginn der Kulturscheune im Wallweg, die Höchbergs Kulturszene langfristig sichern soll. Daneben werde man mit viel Energie an die Sanierung von Kanal, Wasser und Straßen gehen, versprach Stichler.
Mit der Bürgermedaille der Marktgemeinde zeichnete Stichler den jungen und innovativen Unternehmer und Höchberger Bürger Clemens Launer aus. Er hatte im Mai dieses Jahres zusammen mit seinem Geschäftsführerkollegen Raino Petricevic den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Start-Up in Berlin erhalten. Die Firma iND Tact GmbH stellt hochempfindliche Sensoren zur Verschleißprüfung bei Fahrzeugen her. So sollen Unfälle vermieden und Reparaturen effektiver werden. Launer war die Ehrung so wichtig, dass er eine geplante Asienreise einfach um einen Tag verschoben hatte. Er dankte für die Auszeichnung, die ihm persönlich sehr viel bedeute und für die positiven Impulse, die Bürgermeister Stichler mit seiner Rede gegeben habe.
Musikalisch begleitet wurde der Neujahrsempfang wieder von dem Saxophon-Quartett "S4" (Günter Molz, Stephanie Orthen, Volker Drach, Axel Horvath), das auch noch spielte, als sich die Bürger längst wieder bei Gebäck und Getränken miteinander unterhielten.