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Mageta Verlag
Mitteilungsblatt Höchberg

ENTWICKLUNG VON FLORA UND FAUNA UNTERSTÜTZEN

Neues Grünflächen-Pflege-Management vorgestellt

Der Markt Höchberg pflegt jedes Jahr rund 230.000 Quadratmeter Grünflächen. Darin sind neben Straßenbegleitgrün, Friedhöfen, Spielplätzen und Blumenbeeten vor allem auch die zahlreichen Aus-gleichsflächen inbegriffen. „Jede Fläche wurde erfasst und mit Pflegemaßnahmen definiert“, so Bau-hofleiter Michael Gintner. Vom Ansäen von Pflanzen, übers Mähen der Rasenflächen bis hin zum Zurückschneiden von Hecken im jährlichen Rhythmus wurde gedacht. „Die Pflege der Grünflächen benötigt viel Arbeitszeit und Personal. Das muss organisiert werden“, so Gintner weiter. Die Flächen sind über das gesamte Gemeindegebiet verteilt. An jeder Stelle im Ort findet sich etwas zu tun.
In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband des Landkreises Würzburg und dem Runden Tisch Höchberger Natur wurde in den letzten Wochen die Pflege für die Grünflächen abgestimmt. Die Maßnahmen beginnen im Juli. Um die Flora und Fauna zu unterstützen, hat man sich darauf verstän-digt, immer einen Teil der Natur für die Tier- und Pflanzenwelt etwa drei bis vier Wochen länger ste-hen zu lassen. Der Vorsitzende des Runden Tisches Höchberger Natur, Burkard Biel, betonte: „Die Entwicklung von Flora und Fauna kann mit diesem neuen Pflege-Management besser unterstützt wer-den“. Ziel ist es, die Fortpflanzung der Pflanzenwelt zu sichern und einen Rückzugsort für Tiere zu schaffen.
Darüber, welche positiven Effekte durch die richtige Pflege von Grünflächen erzielt werden können, haben die Kollegen des Landschaftspflegeverbandes des Landkreises Würzburg berichtet. Eine seltene Orchideenart – der Bienen-Ragwurz – ist in Höchberg wieder entdeckt worden. Hubert Marquart hebt die Bedeutung vor, da der Bienen-Ragwurz in vielen Landschaftsbereichen bereits als ausgestorben gilt. „In Höchberg findet die Pflanze auf dem basenreichen Trocken- und Magerrasen wieder eine gute Heimat“, erklärte Marquart.
Wir hoffen, dass durch das neue Grünflächen-Pflege-Management der Artenbestand dieser und weite-rer Pflanzen gesichert werden kann. Die Natur zu schützen und zu pflegen sowie ihr Lebensraum zur Fortpflanzung zu geben, ist ein erklärtes Leitziel der Gemeinde. Ein intakter Naturhaushalt dient auch gleichzeitig dem Klimaschutz, führte Alexander Schild, Klimaschutzbeauftragter des Marktes Höch-berg aus. Aus diesem Grund sollen in den kommenden Jahren die Grünflächen weiter wachsen, um so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

v.l. Burkard Biel, Alexander Schild, Hubert Marquart und Michael Gintner freuen sich über die Entde-ckung des seltenen Bienen-Ragwurzes auf Höchberger Flur.